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18 Tage geringfügig als Aushilfskraft beschäftigt? Begünstigte Aushilfskräfteregelung in der SV seit 1. Jänner 2018

Online seit 12. Februar 2018, Lesedauer: 2 Min.

Mit der 18-Tage-Regelung wurde bereits für den befristeten Zeitraum der Jahre 2017 bis 2019 eine Steuerbefreiung für vollversicherte Personen geschaffen, wenn diese auch bei anderen Dienstgeber:innen geringfügig und kurzfristig beschäftigt werden. Seit 1. Jänner 2018 ist nun auch (befristet bis 31. Dezember 2020) der neu geschaffene § 53a Abs. 3b ASVG in Kraft, welcher für diese Gruppe eine Begünstigung innerhalb der Sozialversicherung (SV) mit sich bringt.

Details und Voraussetzungen für die begünstigte Aushilfskräfteregelung

Üben Dienstnehmer:innen neben ihrem vollversicherungspflichtigen Dienstverhältnis noch andere geringfügige Beschäftigungen aus, so hatten sie auch bisher schon für jedes weitere geringfügige Dienstverhältnis den Beitrag für Versicherte in geringfügigen Beschäftigungsverhältnissen gemäß § 53a ASVG im Ausmaß von 14,12 % (Krankenversicherung: 3,87 %; Pensionsversicherung: 9,25 %; Zusatzbeitrag: 1 %) sowie die Kammerumlage (Arbeiterkammerumlage von 0,5 % oder Landarbeiterkammerumlage von 0,75 %) zu leisten. Die Beiträge wurden den geringfügig Beschäftigten dann im Folgejahr vorgeschrieben. Wird ein solches geringfügiges Dienstverhältnis ausschließlich ausgeübt, um einen zeitlich befristeten zusätzlichen, den regulären Betriebsablauf überschrei­tenden, Arbeitsanfall zu decken oder den Ausfall einer Arbeitskraft zu ersetzen, so hat seit 1. Jänner 2018 der/die Dienstgeber:in diese Beiträge einzubehalten und abzuführen, sofern von beiden Seiten die 18-Tage-Regelung erfüllt wird. Damit die Pflicht zur Abführung der Beiträge von der geringfügig beschäftigten Aushilfskraft auf den/die Dienstgeber:in übergeht, darf die Aushilfskraft noch nicht mehr als 18 Tage eine solche geringfügige Beschäftigungen ausgeübt und der/die Dienstgeber:in darf noch nicht mehr als 18 Tage solche Personen geringfügig beschäftigt haben.

Ersparnis von 1,3 % und Meldepflicht an die Krankenversicherung

Werden die Voraussetzungen im Rahmen einer befristeten Beschäftigung erfüllt, so erspart sich der/die Dienstgeber:in dadurch den Beitrag zur Unfallversicherung in Höhe von 1,3 %, da dieser von der Unfallversicherung selbst getragen wird. Der/Die Dienstgeber:in hat jedoch dem zuständigen Krankenversicherungsträger bis zum 15. Februar des Folgejahres eine Liste mit Informationen (Name, SV-Nummer, Beschäftigungszeitraum, Beitragsgrundlage, Höhe der einzubehaltenden Beiträge und Kammerzugehörigkeit) über die beschäftigten Aushilfskräfte zu übermitteln, worauf von dieser die Rechnung an das Unternehmen gestellt bzw. der Rechnungsbetrag eingezogen wird.

Unser Fazit:
Durch diese Neuregelung geht bei geringfügig beschäftigten, aber weiterhin vollversicherten Aushilfskräften (bei Einhaltung der 18-Tage-Regelung) die Pflicht zur Abführung der SV-Beiträge auf den/die DienstgeberIn über. Diese ersparen sich dafür im Gegenzug die ansonsten angefallenen Unfallversicherungsbeiträge in Höhe von 1,3 %.
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