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Abgabenfreie Teuerungsprämie für MitarbeiterInnen: Freiwillige Prämienzahlung ohne Lohnabgaben für 2022 und 2023 möglich

Im Rahmen des Teuerungs-Entlastungspaketes hat der Gesetzgeber für die Jahre 2022 und 2023 die Möglichkeit geschaffen, MitarbeiterInnen eine sogenannte Teuerungsprämie bis zu EUR 3.000,- pro Jahr abgabenfrei auszubezahlen. Die Abgabenfreiheit gilt für alle Lohnabgaben (Lohnsteuer, Sozialversicherung, betriebliche Vorsorge, DB, DZ, Kommunalsteuer), wobei jedoch einige Einschränkungen zu beachten sind.

 

Ausgestaltung und Einschränkungen der Teuerungsprämie

  • Bis zu EUR 2.000,- pro MitarbeiterIn und Jahr können jedenfalls und ohne weitere Voraussetzungen abgabenfrei ausbezahlt werden. Dies gilt unabhängig vom Ausmaß der Arbeitszeit (Vollzeit oder Teilzeit).
    Weitere EUR 1.000,- können zusätzlich abgabenfrei ausbezahlt werden, sofern dies in einer lohngestaltenden Vorschrift (z. B. Kollektivvertrag) geregelt ist. In diesen Fällen ist die Teuerungsprämie jedoch allen MitarbeiterInnen oder bestimmten Gruppen auszubezahlen und kann nicht auf einzelne MitarbeiterInnen beschränkt werden.
  • Es muss sich um zusätzliche Zahlungen handeln, die bisher üblicherweise nicht gewährt wurden (keine Bezugsumwandlung).
  • Werden in den Kalenderjahren 2022 und 2023 sowohl eine Gewinnbeteiligung als auch eine Teuerungsprämie ausbezahlt, sind diese nur insoweit steuerfrei, als sie insgesamt den Betrag von EUR 3.000,- pro Jahr nicht übersteigen.
  • Eine steuerfrei gewährte Gewinnbeteiligung kann im Kalenderjahr 2022 rückwirkend als Teuerungsprämie behandelt werden. Der Vorteil liegt darin, dass eine Gewinnbeteiligung nur von der Einkommensteuer befreit ist, nicht jedoch von der Sozialversicherung und den Lohnnebenkosten.

 

UNSER TIPP

Es wird dringend empfohlen, entweder in der Lohn- und Gehaltsabrechnung oder in einer separaten Vereinbarung ausdrücklich darauf hinzuweisen, dass es sich bei der Prämie um eine Zahlung zwecks Teuerungsentlastung handelt, diese freiwillig bezahlt wird und daraus kein Rechtsanspruch für die Zukunft abgeleitet werden kann.

 

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